Erfolge Standortentwicklung
Mubea Carbo Tech: Von der Garage in die Formel 1
Mubea Carbo Tech, das auch eine Niederlassung im Impulszentrum Grambach der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG betreibt, ist der führende Hersteller und Zulieferer von Kohlefaser-Leichtbauteilen im Rennsport und in der Serienfertigung von Automobilen und hat es von der Garagenfirma in die Weltspitze der Automobilzulieferer geschafft.
Die Erfolgsgeschichte des Salzburger Unternehmens Mubea Carbo Tech liest sich wie ein Märchen, dessen Ursprung man eher in den U.S.A, als vermeintliches Land der unbegrenzten Möglichkeiten, denn in Salzburg vermuten würde. Ähnlich wie viele andere heute weltweit erfolgreich operierende Unternehmen wurde Mubea Carbo Tech 1993 ursprünglich in einer Garage gegründet.
Von der Gründung 1993 als Carbo Tech Einzelunternehmen in Salzburg bis zur Übernahme durch den weltweit tätigen Automobilzulieferer Mubea und zum Edelzulieferer in der Formel 1 hat sich allerdings viel getan, wie Unternehmensgründer Karl Wagner erzählt: “Nach rund zehn Jahren intensiver Entwicklungs- und Forschungsarbeit in der wir uns ständig verbessert haben, konnten wir die Formel 1 Teams BMW, Toyota und Torro Rosso zu unseren Kunden zählen.“ In der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) wurden außerdem Audi und Opel mit Teilen vom Unterboden bis zum Heckflügel beliefert, ist Wagner stolz auf die Erfolgsgeschichte von Mubea Carbo Tech.
Die speziellen Kohlefaser-Teile, die unter anderem auch im Impulszentrum Grambach entwickelt werden, kommen heute bei so klingenden Namen wie Ferrari, Porsche, BMW und VW zum Einsatz. Durch die langjährige Erfahrung erreicht Mubea Carbo Tech eine wesentliche Reduktion der Entwicklungszeit von Composite – Teilen und hat sich hier als sogenannter „Tier 1" Supplier etabliert, erhält also das Vertrauen, als einer der wenigen Unternehmen weltweit, direkt an die renommierten Autobauer liefern zu dürfen.
Der Rennsport ist aber nicht das einzige Betätigungsfeld von Mubea Carbo Tech. Um auch den Anforderungen der industriellen Fertigung von Leichtbauteilen gerecht zu werden, setzt Mubea Carbo Tech modernste Softwarelösungen in der Konstruktion ein. Während die Formel 1 zum Beispiel nach Extrem-Leichtbau unter Ausschöpfung sämtlicher Sicherheitsreserven verlangt, zählen bei industriellen Anwendungen wiederum dauerfeste Bauteile die tragende Rolle. Sie müssen vielen Millionen Lastwechsel Stand halten.
Die Vorteile bei Mubea Carbo Tech liegen hier in der kompletten Durchgängigkeit von der Projektierung über Konstruktion, Festigkeitsauslegung, Modell- und Formenbau, Fertigung und Endkontrolle. „Mit Mubea Carbo Tech hat der Kunde einen Ansprechpartner für eine kosteneffiziente Gesamtlösung. Unabhängig davon, ob es um die Herstellung eines einzelnen Prototypens oder einer ganzen Serie geht“, erklärt Wagner.
Anfang 2010 erhielt die damalige Carbo Tech den Zuschlag für die Serienfertigung von Carbon-Monocoques für McLaren mit einem Auftragsvolumen von 150 Millionen Euro. Es handelt sich hierbei um den weltweit umfangreichsten Kohlefaser Auftrag, der jemals für Serienfahrzeuge vergeben wurde. Um dieses gewaltige Projekt realisieren zu können und um die Zukunft des Unternehmens zu sichern, wurde Ende 2010 mit der Mubea Unternehmensgruppe ein weltweit tätiger Automobilzulieferer als Mehrheitseigentümer bei Carbo Tech gefunden und die Firma in Mubea Carbo Tech umbenannt. Der Stammsitz von Mubea Carbo Tech bleibt auch zukünftig in Salzburg um als Headquarter für Entwicklung sowie Prototypen- und Kleinserienfertigung zu fungieren.
Auch die Steiermark soll durch die Nähe zu Partnern und Kunden, gut ausgebildete Mitarbeiter und das stark ausgeprägte Automotiv-Netzwerk in Zukunft eine wichtige Rolle für das Unternehmen spielen. Um einen passenden Standort zu finden, wandte sich Mubea Carbo Tech an die Steirische Wirtschaftsförderung SFG, die Räumlichkeiten im Impulszentrum Grambach vermitteln konnte. Spannendes Detail: Das neue Büro befindet sich im selben Gebäude wie der AC Styria (Steirischer Autocluster) – vielversprechende Entwicklungsmöglichkeiten scheinen also garantiert.
Mubea Carbo Tech GmbHAustin Powder machte das kleine St. Lambrecht zur Europazentrale
Die beschauliche 1.700 Seelen-Gemeinde St. Lambrecht ist die neue Heimat der Europazentrale des renommierten und international erfolgreichen Sprengstoffherstellers Austin Powder. Dafür verantwortlich ist nicht nur das kompetente Personal, sondern auch die attraktive Steuersituation.
Dass St. Lambrecht im Bezirk Murau vor allem für sein Benediktinerstift bekannt ist, weiß man. Es ist auch kein Geheimnis, dass es sich bei der Gemeinde um den höchstgelegenen Markt der Steiermark handelt. Aber dass der kleine Ort den Nabel der europäischen Sprengstoffwelt darstellt, war bisher nur einigen Insidern bewusst. Dabei gab es für den amerikanischen Sprengmittelhersteller Austin Powder gute Gründe sein Europa-Headquarter von den Niederlanden in die Steiermark zu verlegen. „Hier haben wir die notwendige Kompetenz und Struktur, um das Unternehmen weiter voranzutreiben. Die Hauptgründe dafür, dass unsere Wahl auf die Steiermark fiel, waren das gute Personal am Standort, aber auch steuerliche Aspekte, wie die Gruppenbesteuerung, die uns bei der Vergrößerung in Richtung Osten hilft,“ meint Klenkhart, Finanzleiter der neu gegründeten Austin Europe GmbH, die als Holding Gesellschaft für alle europäischen Töchter fungiert.
Warum vor allem die Gruppenbesteuerung das Unternehmen nach Österreich lockte, erklärt Peter Knauseder von der Allgemeinen Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH folgendermaßen: „Im Rahmen der Gruppenbesteuerung werden Gewinne und Verluste von allen Gruppenmitgliedern zusammengefasst und gemeinsam bei der Konzernobergesellschaft, dem Gruppenträger, besteuert. Das Besondere an der heimischen Steuersituation ist, dass Verluste, und zwar nur Verluste, aus dem EU-Ausland, aber auch von Drittländern in Österreich geltend gemacht werden können.“
Neben der Steuer und dem qualifizierten Team hat der Standort für Austin Powder insbesondere logistische Vorteile. So sind Österreich und seine Nachbarländer der Kernmarkt des Unternehmens. Zusätzlich stellt Wien mit seiner guten Fluganbindung den zentralen Dreh- und Angelpunkt für Austin Europe und seine Tochterfirmen dar. Mit der Verlegung des Headquarters in die Steiermark konnte man auch die Weichen für weiteres Wachstum stellen: „Wir expandieren nicht nur nach Osten, sondern wollen auch St. Lambrecht von derzeit 80 Mitarbeitern weiter ausbauen“, erklärt der Finanzleiter. Somit profitiert nicht nur Austin Powder von der neuen Europazentrale, sondern auch die Region rund um Murau, die sich über die zusätzlichen Arbeitsplätze freuen kann.
Am heiß umkämpften Sprengmittelmarkt in Europa mischt das amerikanische Unternehmen aus Cleveland, Ohio bereits seit Ende der 1990er Jahre kräftig mit. „Die Geschichte von Austin Powder in Europa begann mit dem Kauf eines Zünderherstellers in der heutigen Tschechei“, schildert Klenkhart die Anfänge des Konzerns ausserhalb von Amerika. Da der Zünder aber nur einen Teil des explosiven Produkts darstellt, folgte 2003 die Übernahme der Betriebsstätte St. Lambrecht vom ältesten österreichischen Sprengmittelhersteller, der Dynamit Nobel Wien GmbH. Das vom Nobelpreis-Stifter Alfred Nobel gegründete Unternehmen wurde Anfang des 21. Jahrhunderts zerschlagen und in Teilen verkauft. „Sprengstoff funktioniert ja nur, wenn er mit einem Zünder zusammengeführt wird. Ohne den Auslöser ist er, bei richtiger Handhabung, ungefährlich. Mit dem Werk in St. Lambrecht können wir beide Komponenten (Anm.: Zünder, Sprengstoff) selbst herstellen“, erläutert Klenkhart.
Am heiß umkämpften Sprengmittelmarkt in Europa mischt das amerikanische Unternehmen aus Cleveland, Ohio bereits seit Ende der 1990er Jahre kräftig mit. „Die Geschichte von Austin Powder in Europa begann mit dem Kauf eines Zünderherstellers in der heutigen Tschechei“, schildert Klenkhart die Anfänge des Konzerns ausserhalb von Amerika. Da der Zünder aber nur einen Teil des explosiven Produkts darstellt, folgte 2003 die Übernahme der Betriebsstätte St. Lambrecht vom ältesten österreichischen Sprengmittelhersteller, der Dynamit Nobel Wien GmbH. Das vom Nobelpreis-Stifter Alfred Nobel gegründete Unternehmen wurde Anfang des 21. Jahrhunderts zerschlagen und in Teilen verkauft. „Sprengstoff funktioniert ja nur, wenn er mit einem Zünder zusammengeführt wird. Ohne den Auslöser ist er, bei richtiger Handhabung, ungefährlich. Mit dem Werk in St. Lambrecht können wir beide Komponenten (Anm.: Zünder, Sprengstoff) selbst herstellen“, erläutert Klenkhart.
Bei der Ansiedelung der Firmenzentrale in St. Lambrecht wurde das Unternehmen von der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG unterstützt.
Austin Powder GmbHAlset GmbH
Wer im Bereich Wasserstofftechnik einen Entwicklungsvorsprung erzielen möchte, blickt nicht etwa ins ferne Ausland, sondern in die steirische Landeshauptstadt. Der hohe Forschungsstandard und die innovative Grazer Atmosphäre locken sogar Unternehmen aus Übersee an. Das Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik der Technischen Universität Graz nimmt international eine führende Position in der Erforschung umweltrelevanter Lösungen für Energie, Motor und Verkehr ein. Wo könnte ein weltweit agierendes Unternehmen daher einen geeigneteren Standort für das Headquarter seiner Tochtergesellschaft finden, um auf Wasserstoff basierende Antriebssysteme zu entwickeln?
Das amerikanische Unternehmen Alset Technology und die in Graz angesiedelte Alset GmbH sind auf fortschrittliche Technologien für den Automobilsektor spezialisiert. Im Rahmen der Partnerschaft mit der TU Graz soll flüssiger Wasserstoff, der aufgrund seines hervorragenden Energie-Gewicht-Verhältnisses der bevorzugte Treibstoff für Raketentriebwerke ist, auch auf dem Blauen Planeten für eine sauberere Motorisierung sorgen.
Ein Resultat der Zusammenarbeit ist nach umfassenden Grundlagenforschungen und Entwicklungen das Alset Dual Fuel System, mit dem Motoren sowohl mit Benzin als auch mit dem umweltfreundlicheren Wasserstoff betrieben werden können, ohne dabei die üblichen Leistungsverluste hinnehmen zu müssen. Daneben war es aber auch die Nähe zum Engineering- und Fertigungsunternehmen Magna Steyr, die Alset den entscheidenden Anreiz dafür bot, sich in der Steiermark anzusiedeln.
Mit Niederlassungen und Partnern in Amerika und Europa kann Alset auf ein weltweites Netzwerk zurückgreifen, die steirische Landeshauptstadt bildet mit dem Headquarter jedoch den Forschungsknotenpunkt. „Graz ist ein innovativer Ort, an dem Fortschritt gelebt wird“, sagt Gonzalo Auil, chilenischer Geschäftsführer der österreichischen Niederlassung. Als Firmenzentrale fiel die Wahl des Unternehmens auf 300 m² des neuen MP09-Gebäudes in Liebenau. „Die futuristische Architektur harmoniert sehr gut mit unseren futuristischen Produkten. Die Räumlichkeiten erfüllen zudem all unsere Ansprüche“, zeigt sich Gonzalo Auil begeistert. In diesem kreativen Umfeld möchte das Unternehmen das Wesen von Energie weiter erforschen, um sie immer stärker in Einklang mit unserem Ökosystem zu bringen. Unterstützt und gefördert wurde Alset bei der Ansiedelung in Graz von der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG.
Alset GmbHVerlagerung des AT&S Headquarters
AT&S, führender Hersteller von hochwertigen Leiterplatten, kann mit Innovation und Qualität made in Austria international punkten. Mit der Verlagerung des Headquarters von Wien nach Leoben im Dezember ist nun auch die Neuausrichtung des Stammwerkes in Hinterberg erfolgreich vollzogen. Der Standort Wien, an dem bisher wesentliche Konzernfunktionen im Sinne einer Holding wahrgenommen wurden, wurde demnach mit Kalenderjahresende 2010 geschlossen. Die Funktionen werden nun direkt vom Produktionsstandort Leoben-Hinterberg bzw. anderen Standorten der Gruppe ausgeübt.
Für den größten österreichischen Standort der AT&S in Hinterberg wurden bereits im vergangenen Jahr mit der Verlagerung der Serienproduktion von Leoben-Hinterberg nach Shanghai wichtige Weichen für die Zukunft gestellt: die Übersiedlung des Headquarters nach Leoben, die verstärkte Ausrichtung als Technologiezentrum mit einer eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung, die Kapazitätserhöhung durch einen neuen Produktmix sowie die Investition in neue Maschinen zeigen bereits erste nachhaltige Erfolge. Nicht zuletzt konnte auch die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht werden. „Leoben-Hinterberg ist derzeit voll ausgelastet“, erklärt Standortleiter Christian Fleck. „Während wir hier früher vor allem für unsere Telekomkunden produziert haben – das heißt vor allem hochwertige Leiterplatten für Mobiltelefone, haben wir uns nun verstärkt auf unsere Industriekunden fokussiert. Wir produzieren nun hochwertige Leiterplatten vom Hör- bis zum Fluggerät aus Leoben heraus. Neben der Umstellung haben wir aber auch an neuen innovativen Lösungen in der Leiterplattenindustrie getüftelt. So konnten wir als erster führender Leiterplattenhersteller der Welt die Serienreife unserer ECP® Technologie vorantreiben und die erste Linie in Leoben in Produktion nehmen. Ein toller Erfolg für das gesamte Team.“
Die hohe Innovationskraft verdankt der Standort Leoben-Hinterberg vor allem dem Team der Forschung und Entwicklung, das sich laufend mit neuen Technologien und Weiterentwicklungen auseinandersetzt. Ziel ist es, die technologische Vorreiterrolle der AT&S weiter auszubauen, die Innovationskraft weiter zu stärken. Denn die Leiterplatten der Zukunft müssen sich immer größeren Herausforderungen stellen: die Geräte werden noch kleiner, multifunktioneller, müssen extremen Bedingungen standhalten. Die Entwicklungsprojekte des Unternehmens beschäftigen sich daher aktuell mit vier Schwerpunkten: mit der Weiterentwicklung im Hochtechnologiesegment, der Entwicklung und Einführung neuer Produktionstechnologien zusammengefasst unter dem Titel „Made in Austria“, der Einbettung aktiver und passiver Bauelemente direkt in die Leiterplatte (ECP® Technologie) und der Photovoltaik zur Entwicklung neuer und effizienterer Verbindungstechnologien für Solarzellen.
AT&SInfineon
Der deutsche Chiphersteller bündelt seine Kompetenzen für Reifendruck-Sensoren in Österreich. Das wertet Infineons Forschungszentrum in Graz auf. Infineon in Österreich, das ist nicht nur Villach, das ist auch Graz: Das wenig bekannte Forschungszentrum des Chipherstellers mit 250 Mitarbeitern erfährt jetzt eine strategische Aufwertung innerhalb des Konzerns. Sämtliche Forschungen für sogenannte Reifendruck-Sensoren laufen künftig über das Infineon Development Center Graz. Die weltweite Fertigung dieser Chips erfolgt in Villach. Sowohl in Graz als auch in Villach werden für den erwarteten Produktionsschub neue Mitarbeiter aufgenommen. Konkrete Zahlen wollte Monika Kircher-Kohl, Chefin von Infineon Österreich, dazu noch nicht sagen. Die Investitionen in den neuen Verantwortungsbereich bezifferte sie mit neun Millionen Euro. Grundsätzlich bewähre sich die Strategie, wichtige Themen an bestimmten Standorten wie jetzt in Graz und Villach zu bündeln, so Kircher-Kohl. In Österreich habe Infineon wieder mehr Mitarbeiter als vor der Krise.
Für die Fertigung wird 2012 mit einem kräftigen Marktschub gerechnet. 2014 müssen in der EU alle Neuwagen Reifen-Sensoren haben. Ziel der permanenten Druckmessungen an den Reifen (TPMS, Tire Pressure Monitoring) ist viel höhere Sicherheit, weniger Spritverbrauch und damit weniger Schadstoffausstoß. Monika Kircher-Kohl erwartet bis 2015 einen weltweiten Bedarf von 50 Millionen solcher TPMS-Chips, das entspricht einer Verdoppelung gegenüber den aktuellen Zahlen. Infineon peilt rund 50 Prozent Marktanteil an.
Derzeit sind die USA der weltweit wichtigste Markt. Dort sind Reifendruck-Sensoren seit 2005 in Neuwagen vorgeschrieben, 38 Prozent der eingesetzten Chips kommen von Infineon. Die Europäer wollen die Chips aber an der Felge einsetzen und nicht im Reifen wie die Amerikaner. Für solche kontaktlosen Chip-Technologien ist das Development Center Graz weltweites Kompetenzzentrum innerhalb des Infineon-Konzerns. Entwickelt werden hier etwa Chips für elektronische Ausweise, aber auch RFID-Chips, die vor allem in der Warenlogistik verwendet werden.
InfineonUlreich GmbH & Co KG
Das Unternehmen Ulreich GmbH & Co KG mit Firmensitz in Pinkafeld ist ein Familienbetrieb mit langer Tradition, seit 1926 ist man im Gastronomiebereich und im Marktfahrergeschäft tätig. Es gibt 3 Kaffeehäuser/Konditoreien im Burgenland und seit 2003 die Thermenkonditorei in Fürstenfeld. Das Sortiment umfasst 100 Artikel selbstgebackener Konditoreiwaren, in Pinkafeld sind derzeit 60 Mitarbeiter beschäftigt.
Am Standort Hartberg wird Helmut Ulreich eine gläserne Fabrik für Teig- und Schnittenproduktion sowie Schaumwaren errichten. Die Investition beträgt etwa 1,8 Millionen Euro, am neuen Standort werden bis 2013 bis zu 170 neue Arbeitsplätze geschaffen.
„Unser Unternehmen wächst - Süßigkeiten sind offenbar krisenresistent! Mit der Schau(mmh)fabrik errichten wir nicht einfach nur eine Produktionsstätte, sondern machen unsere sinnlichen Produkte auch erlebbar", so Helmut Ulreich.
Die gläserne Fabrik ist ein Leitprojekt des Wirtschaftsressorts und macht Unternehmen erlebbar. Ich freue mich, dass dieses Projekt auch grenzüberschreitend für Unternehmen interessant ist und dass Helmut Ulreich in Hartberg investiert. Ziel unserer Wirtschaftspolitik ist es, nicht Arbeitslosigkeit zu verwalten sondern Unternehmen bei der Schaffung von Arbeitsplätzen zu unterstützen!" so Wirtschafts- und Innovationslandesrat Dr. Christian Buchmann.
Ulreich GmbH & Co KG
Siemens
Das Siemens Weltkompetenzzentrum für Fahrwerke in Graz produziert jährlich etwa 3.000 Fahrwerke für das gesamte Produkt- und Plattformspektrum der Siemens Division Mobility. Eine wesentliche Subkomponente dieser Fahrwerke ist der Radsatz. Radsätze gewährleisten generell die sichere Spurführung des Fahrzeuges und übertragen sämtliche Brems- und Beschleunigungskräfte auf die Schiene. Sie sind damit eine der sicherheits-relevantesten Baugruppen in Schienenfahrzeugen. Der Jahresbedarf an Radsätzen im Siemens Werk Graz wird aktuell zur Gänze durch etablierte externe Lieferanten abgedeckt. Diese Situation führt zu starken Abhängigkeiten in Bezug auf Beschaffung, Engineering Know-How und Lieferzeiten.
Bereits im Vorjahr wurde daher bei Siemens die strategische Entscheidung getroffen eine eigene hochmoderne Radsatzmontagelinie am Standort Graz zu installieren. Mit der Realisierung dieses Projektes setzt Siemens bewusst ein Zeichen in Richtung Stärkung des konzerninternen Know Hows im Bereich der Fahrwerksentwicklung. Ab dem Frühjahr 2011 wird mit neusten Fertigungs- und Prüftechnologien in Graz der Radsatzbedarf der Siemens Division Mobility gedeckt.
Der Standort Graz und seine Funktion als Weltkompetenzzentrum für Fahrwerke werden durch die Investition von rund 8 Mio € nachhaltig gestärkt. Die Nutzung einer breiten globalen Lieferantenbasis für Radsatzkomponenten, erhöhte Flexibilität durch eigene Wertschöpfung und die konsequente Know-How Erweiterung schaffen gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit und zusätzliche hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region Graz. Die Realisierung des Projektes wird dabei aktiv durch die steirische Wirtschafts-förderung insbesondere durch die SFG-Abteilung „Standortstrategie - Internationalisierung und Headquarters“, unterstützt.
B.Braun
Die B. Braun Melsungen AG hat in Graz eine eigene Entwicklungseinrichtung eröffnet, die in enger Kooperation mit der Technischen Universität Graz (TUG) und der Medizinischen Universität Graz (MUG) einen neuen Glukosesensor entwickeln und klinisch testen wird. Christian Braun, Geschäftsführer von B. Braun Österreich, begrüßte beim Eröffnungsevent am neuen Standort in Graz die Gäste aus Forschung und Politik und hob die Bedeutung des Wissensaustausches zwischen Industrie und öffentlichen Forschungseinrichtungen hervor: „Wir haben ein gemeinsames Ziel, nämlich Therapien zu verbessern und sie sicherer und effizienter zu gestalten. Wenn wir gemeinsam daran arbeiten, unsere Erkenntnisse für den Klinikalltag umzusetzen, können wir sie bestmöglich für die Gesundheit des Patienten nutzbar machen.“
In Graz hat sich über viele Jahre ein Kompetenzcluster etabliert, innerhalb dessen verschiedene universitäre und wirtschaftliche Einrichtungen im Bereich der Sensortechnologien forschen. „Mit der systematischen klinischen Evaluierung wird B. Braun die neuen sensorgesteuerten Expertensysteme von Beginn an sicher etablieren“, sagte Dr. Martin Ellmerer, Leiter des Entwicklungsbüros von B. Braun in Graz. Hierfür sei Graz durch die enge Verknüpfung von Wissenschaft und Klinik in herausragender Weise geeignet. „B. Braun setzt daher genau hier auf ein langfristiges Engagement und wird bereits in diesem Sommer Gespräche mit der TU Graz über die Entwicklung weiterer Sensoren aufnehmen“, so Dr. Ellmerer. Das Entwicklungsbüro beschäftigt derzeit zwölf Mitarbeiter. „Dass sich B. Braun bei der Errichtung für den Standort Steiermark entschieden hat, zeigt einmal mehr, dass die Steiermark ein international beachteter Innovationsstandort ist. Die Humantechnologie hat sich in den letzten Jahren zu einem besonders wichtigen Stärkefeld in der Steiermark entwickelt“, freut sich Wirtschafts- und Innovationslandesrat Dr. Christian Buchmann.
AXIS Flight Training Systems
Die AXIS Flight Training Systems GmbH hat seit der Gründung einen Full Flight Simulator (FFS) für die Fokker 100 entwickelt, welcher im Juli 2008 die höchst mögliche Zulassung erhalten hat und seither für die Pilotenausbildung und das laufende Pilotentraining verwendet wird. In der Zwischenzeit ist das Unternehmen dabei, international Fuß zu fassen und sich zu einem innovativen und anerkannten Flugsimulatorhersteller zu entwickeln. In den nächsten Jahren ist vorgesehen, den Mitarbeiterstand von derzeit 12 auf ca. 40 zu erhöhen, wodurch die bestehende Betriebsstätte zu klein wird. Mit 1. Juli 2010 werden daher neue Räumlichkeiten im Tec Center Lebring bezogen, welche die erforderlichen Voraussetzungen für das geplante Wachstum erfüllen. Das Unternehmen wurde von der SFG erfolgreich bei der Standortsuche betreut und wird gemeinsam mit anderen steirischen Unternehmen am Stand des ACstyria auf der ILA (Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung) in Berlin vertreten sein.










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