30. November 2011
Auch die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG) treibt die Weiterentwicklung der Mobilität
an: Sie rief die „Arbeitsgruppe Luftfahrt“ ins Leben, der neben ACstyria auch Unternehmensvertreter, das Internationalisierungscenter und die Wirtschaftskammer Steiermark mit Präsident Josef Herk angehören.
Im Rahmen des Projekts „Luftfahrttechnik im ACstyria“ gab der steirische Autocluster vor einem Jahr einen Luftfahrt-FIT-Check bei IB Steiner in Auftrag, der einen Einblick in die „Fitness“ der einzelnen Betriebe liefert. 39 der 60 Unternehmen führten den Check durch, der Rest hat sich bisher noch nicht daran beteiligt oder ist bereits FIT. Erhoben wurden Unternehmensdaten, Kernkompetenzen,
Aufbau- und Ablauforganisation, Ziele sowie Qualitäts- und Risikomanagement. Ein abschließender Bericht gibt den einzelnen Betrieben eine Empfehlung zu Entwicklungspotenzialen und Qualifizierungsbedarf.
„Die erste erfolgreiche Bilanz der Initiative spricht für sich. Steirisches Know-how steckt bereits weltweit in vielen Flugzeugen“, so ACstyria-Geschäftsführer DI Franz Lückler. HTP stellt beispielsweisedie Innenfenster im Airbus A380 sowie die Griffe und Verriegelungen der Gepäcksablagen im Airbus A330 und A340 her. AMES stattet Erste-Klasse-Kabinen und Business Jets mit ausgeklügelten Mechaniken aus. Böhlers Schmiedetechnik findet sich in Triebwerksaufhängungen und Triebwerkscheiben in Flugzeugturbinen. Antriebswellen für Rotoren von Hubschraubern stammen von Pankl.
Über 800 Mitarbeiter sind unmittelbar in der Luftfahrt beschäftigt. Mindestens 250 Millionen Euro unmittelbarer Umsatz werden in der Luftfahrt gemacht. Vor allem der Werkstoffbereich (Metalle,
Kunststoffe, Faserverbunde, Leder) ist einer der Kernkompetenzen der Steiermark, insbesondere in der Achse Mürzzuschlag/Judenburg mit den Leitbetrieben der Böhler Gruppe, Pankl und HTP sowie den Universitäten und Forschungseinrichtungen Montanuniversität Leoben, Materials Center Leoben und Polymer Competence Center Leoben. Weitere Kompetenzfelder sind die Fertigung von Komponenten für den Interior- und Antriebsbereich sowie Simulationen.
Die Luftfahrtbranche bleibt dynamisch: Die jüngsten Prognosen und Verkaufszahlen der Hersteller, allen voran Boeing und Airbus, lassen erwarten, dass sich die Luftfahrttechnik ungeachtet aller konjunktureller Wolken auch in den nächsten Jahren sehr gut entwickeln wird. Boing hat erst vor wenigen Wochen bei der Präsentation der Ergebnisse des dritten Quartals 2011 bekräftigt, dass die kommerzielle Luftfahrt ein langfristiger Wachstumsmarkt bleibt.
Was bedeutet das für die steirischen Betriebe: „Synergien zwischen Automobil- und Luftfahrtbranche sollten verstärkt genutzt werden, denn viele der Komponenten und Technologien aus dem Automotive-Bereich werden bereits in der Luftfahrttechnik eingesetzt“, so Lückler. Vor allem die KMUs der Steiermark können in der Luftfahrtindustrie mitmischen, denn ein Handicap für Großbetriebe ist, dass Flugzeugteile im Gegensatz zu Automobilkomponenten in kleinen Stückzahlen in Auftrag gegeben werden. Das technische Wissen setzen die steirischen Betriebe jedenfalls voraus, um in der Luftfahrtbranche langfristig Fuß fassen zu können.
Luftfahrttag des ACStyria
Ergebnisse des Luftfahrt-FIT-Checks liegen vor
v.l.n.r.: DI Franz Lückler (ACstyria Geschäftsführer), DI Gottfried Steiner (Geschäftsführer IB Steiner), LR Christian Buchmann, DI Herbert Eichler (IB Steiner) – mit Flugzeugfenster made in Styria
an: Sie rief die „Arbeitsgruppe Luftfahrt“ ins Leben, der neben ACstyria auch Unternehmensvertreter, das Internationalisierungscenter und die Wirtschaftskammer Steiermark mit Präsident Josef Herk angehören.
Im Rahmen des Projekts „Luftfahrttechnik im ACstyria“ gab der steirische Autocluster vor einem Jahr einen Luftfahrt-FIT-Check bei IB Steiner in Auftrag, der einen Einblick in die „Fitness“ der einzelnen Betriebe liefert. 39 der 60 Unternehmen führten den Check durch, der Rest hat sich bisher noch nicht daran beteiligt oder ist bereits FIT. Erhoben wurden Unternehmensdaten, Kernkompetenzen,
Aufbau- und Ablauforganisation, Ziele sowie Qualitäts- und Risikomanagement. Ein abschließender Bericht gibt den einzelnen Betrieben eine Empfehlung zu Entwicklungspotenzialen und Qualifizierungsbedarf.
„Die erste erfolgreiche Bilanz der Initiative spricht für sich. Steirisches Know-how steckt bereits weltweit in vielen Flugzeugen“, so ACstyria-Geschäftsführer DI Franz Lückler. HTP stellt beispielsweisedie Innenfenster im Airbus A380 sowie die Griffe und Verriegelungen der Gepäcksablagen im Airbus A330 und A340 her. AMES stattet Erste-Klasse-Kabinen und Business Jets mit ausgeklügelten Mechaniken aus. Böhlers Schmiedetechnik findet sich in Triebwerksaufhängungen und Triebwerkscheiben in Flugzeugturbinen. Antriebswellen für Rotoren von Hubschraubern stammen von Pankl.
Über 800 Mitarbeiter sind unmittelbar in der Luftfahrt beschäftigt. Mindestens 250 Millionen Euro unmittelbarer Umsatz werden in der Luftfahrt gemacht. Vor allem der Werkstoffbereich (Metalle,
Kunststoffe, Faserverbunde, Leder) ist einer der Kernkompetenzen der Steiermark, insbesondere in der Achse Mürzzuschlag/Judenburg mit den Leitbetrieben der Böhler Gruppe, Pankl und HTP sowie den Universitäten und Forschungseinrichtungen Montanuniversität Leoben, Materials Center Leoben und Polymer Competence Center Leoben. Weitere Kompetenzfelder sind die Fertigung von Komponenten für den Interior- und Antriebsbereich sowie Simulationen.
Die Luftfahrtbranche bleibt dynamisch: Die jüngsten Prognosen und Verkaufszahlen der Hersteller, allen voran Boeing und Airbus, lassen erwarten, dass sich die Luftfahrttechnik ungeachtet aller konjunktureller Wolken auch in den nächsten Jahren sehr gut entwickeln wird. Boing hat erst vor wenigen Wochen bei der Präsentation der Ergebnisse des dritten Quartals 2011 bekräftigt, dass die kommerzielle Luftfahrt ein langfristiger Wachstumsmarkt bleibt.
Was bedeutet das für die steirischen Betriebe: „Synergien zwischen Automobil- und Luftfahrtbranche sollten verstärkt genutzt werden, denn viele der Komponenten und Technologien aus dem Automotive-Bereich werden bereits in der Luftfahrttechnik eingesetzt“, so Lückler. Vor allem die KMUs der Steiermark können in der Luftfahrtindustrie mitmischen, denn ein Handicap für Großbetriebe ist, dass Flugzeugteile im Gegensatz zu Automobilkomponenten in kleinen Stückzahlen in Auftrag gegeben werden. Das technische Wissen setzen die steirischen Betriebe jedenfalls voraus, um in der Luftfahrtbranche langfristig Fuß fassen zu können.










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