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Innovation auch im kleinsten Rahmen.

Personalentwicklung in Klein- und Mittelunternehmen undenkbar? Im Folgenden werden die unterschiedlichsten Beispiele zusammen getragen, um zu veranschaulichen, dass es nicht nur in der Hand von Großunternehmen liegt, erfolgreich Maßnahmen und Interventionen im Bereich der Personalentwicklung umzusetzen.

Innovative Personalentwicklungsstrategien sind nicht unbedingt den Großunternehmen vorbehalten. Immer mehr Klein- sowie Mittelbetriebe versuchen die Zufriedenheit ihrer MitarbeiterInnen zu erhöhen, den Zusammenhalt unter den MitarbeiterInnen zu stärken und stechen durch außergewöhnliche Maßnahmen hervor. In einer mehrwöchigen Recherche wurden Steiermark-weit Unternehmen mit herausragenden Personalentwicklungs-Strategien identifiziert, die nun zusammenfassend dargestellt werden sollten.

Während sich das Unternehmen „EAM Systems GmbH“ durch ein „Kompetenzportfolio“ auszeichnet, das die Person als Ganzes versucht zu erfassen und sich dahingehend die Weiterbildung des/ der Betroffenen richtet, hat das Unternehmen „ISIS Industriesoftware und Automatisierung“ durch spezifische KundInnenbefragungen den Qualifizierungsbedarf der eigenen MitarbeiterInnen erhoben. In diesem Fall agierten die KundInnen als Barometer hinsichtlich der Weiterentwicklung der MitarbeiterInnen.

Im „Technischen Büro Stengg“ hat man sich für ein etwas komplexeres System der MitarbeiterInnenbeteiligung entschieden. Dabei spielen viele unterschiedliche Faktoren eine Rolle, der Vorteil für die MitarbeiterInnen im Unternehmen ergibt sich daraus, dass eine ganzheitliche Betrachtung die Fairness gegenüber dem Mitarbeiter/ der Mitarbeiterin ermöglicht. Im Unternehmen „Gaulhofer“ hingegen steht die Leistung des Teams im Vordergrund der Personalentwicklung, aus diesem Grund wird auch besonderer Wert auf die Teamperformance gelegt.

Bei „SSI Schäfer Peem“ legt man den Fokus auf die Motivation der MitarbeiterInnen. Durch unterschiedliche Events versucht man nicht nur den Zusammenhalt unter den MitarbeiterInnen zu fördern, sondern stärkt zugleich die Motivation. Fußballturniere, die Gründung einer firmeninternen Band, die so-genannten „Kulturtage“- all diese Events tragen zu einer motivierten Firmenkultur, bei der auch der Spaß nicht zu kurz kommt.

In der Firma „KWB“ hat man versucht, in die Unternehmenskultur zu investieren, indem man ein Management-Developement-Programm für Führungskräfte in Anspruch genommen hat. Dadurch sollte ein gemeinsames Verständnis und somit ein nachhaltiges WIR-Gefühl geschaffen werden.

Ein Unternehmen, das den Schwerpunkt auf die Gesundheit im Rahmen ihrer Personalentwicklungs-Programme gelegt hat, ist zum Beispiel die Firma „HAGE Sondermaschinenbau“. Dort wurde ein Aktionstag zum Thema Gesundheit veranstaltet, der am Ende des Tages aufzeigen konnte, an welchen gesundheitlichen Bereichen der MitarbeiterInnen unbedingt gearbeitet werden sollte. In diesem Sinn wurden auch ExpertInnen zu Rate gezogen, die den MitarbeiterInnen zur Verfügung standen.

„Spedition Eurotransline“ hat ebenfalls auf gesundheitliche Interventionen gesetzt, indem ein eigenes Gesundheitsforum „Energetix“ gegründet wurde. Die MitarbeiterInnen sind dadurch körperlich und geistig gesünder, handeln proaktiv und erzielen effektive Leistungen.

Im Motorradgeschäft „Börni“ wird die Motivation auf der Kommunikationsebene gefördert. Unzählige Maßnahmen, wie etwa ein finanzieller Ansporn durch Mehrverkauf von Motorrädern oder die Möglichkeit für die MitarbeiterInnen, die Mopeds auch selbst zu benutzen, steigern die Zufriedenheit im Kleinbetrieb.

Im Betrieb „Call & Mail“ sind es die Führungskräfte, die am so-genannten „Happy Day“ ihren MitarbeiterInnen etwas Gutes tun, indem sie Speis und Trank servieren. Dabei wird erreicht, dass die Hürden zwischen den Hierarchien fallen. Bei der Firma „schaffer“ hingegen wurden die MitarbeiterInnen stark in den Prozess des Wissenstransfers bei der Firmenorientierung in den Osten mit ein bezogen. Dabei profitieren beide Seiten und die KundInnen sind auch in Zukunft optimal betreut.

Weitere Beispiele, die bei der Recherche mit ein bezogen wurden, sind etwa das Unternehmen „LOGICDATA“, das durch Herausarbeitung der „Arbeitgeberattraktivität“ eine erhöhte BewerberInnenanzahl und niedrige Fluktuationsrate verzeichnen konnte, oder der Betrieb „fides“, der ein besonderes Augenmerk auf die Lehrlingsausbildung und –motivation setzt. Die Firma „ePunkt“ punktet mit innovativen Arbeitszeitflexibilisierungsmodellen“, welche für MitarbeiterInnen, die ein berufsbegleitendes Studium absolvieren möchten oder solche, die soeben Eltern geworden sind, eine 4-Tage-Woche ermöglichen.

Die „Deacon Degen GmbH“ legt Wert darauf, dass auch Frauen mit Kindern eine Chance haben, ihre Karriere zu verwirklichen. Neben Angeboten zur Kinderbetreuung, werden als erste Zielgruppe bei den Bewerbungsverfahren Frauen mit Kindern berücksichtigt.

Alle diese Klein- oder Mittelunternehmen sind repräsentativ für innovative, herausragende Interventionen, die ein Unternehmen setzen kann, um ein langfristig günstiges Verhältnis zwischen Arbeitgeber und –nehmer zu schaffen, und somit auch am nationalen Markt Erfolge verzeichnen zu können.


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