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Erfolge Standort + Internationalisierung

Siemens

Das Siemens Weltkompetenzzentrum für Fahrwerke in Graz produziert jährlich etwa 3.000 Fahrwerke für das gesamte Produkt- und Plattformspektrum der Siemens Division Mobility. Eine wesentliche Subkomponente dieser Fahrwerke ist der Radsatz. Radsätze gewährleisten generell die sichere Spurführung des Fahrzeuges und übertragen sämtliche Brems- und Beschleunigungskräfte auf die Schiene. Sie sind damit eine der sicherheits-relevantesten Baugruppen in Schienenfahrzeugen. Der Jahresbedarf an Radsätzen im Siemens Werk Graz wird aktuell zur Gänze durch etablierte externe Lieferanten abgedeckt. Diese Situation führt zu starken Abhängigkeiten in Bezug auf Beschaffung, Engineering Know-How und Lieferzeiten.

Bereits im Vorjahr wurde daher bei Siemens die strategische Entscheidung getroffen eine eigene hochmoderne Radsatzmontagelinie am Standort Graz zu installieren. Mit der Realisierung dieses Projektes setzt Siemens bewusst ein Zeichen in Richtung Stärkung des konzerninternen Know Hows im Bereich der Fahrwerksentwicklung. Ab dem Frühjahr 2011 wird mit neusten Fertigungs- und Prüftechnologien in Graz der Radsatzbedarf der Siemens Division Mobility gedeckt.

Der Standort Graz und seine Funktion als Weltkompetenzzentrum für Fahrwerke werden durch die Investition von rund 8 Mio € nachhaltig gestärkt. Die Nutzung einer breiten globalen Lieferantenbasis für Radsatzkomponenten, erhöhte Flexibilität durch eigene Wertschöpfung und die konsequente Know-How Erweiterung schaffen gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit und zusätzliche hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region Graz. Die Realisierung des Projektes wird dabei aktiv durch die steirische Wirtschafts-förderung insbesondere durch die SFG-Abteilung „Standortstrategie - Internationalisierung und Headquarters“, unterstützt.

Siemens




B.Braun

Die B. Braun Melsungen AG hat in Graz eine eigene Entwicklungseinrichtung eröffnet, die in enger Kooperation mit der Technischen Universität Graz (TUG) und der Medizinischen Universität Graz (MUG) einen neuen Glukosesensor entwickeln und klinisch testen wird. Christian Braun, Geschäftsführer von B. Braun Österreich, begrüßte beim Eröffnungsevent am neuen Standort in Graz die Gäste aus Forschung und Politik und hob die Bedeutung des Wissensaustausches zwischen Industrie und öffentlichen Forschungseinrichtungen hervor: „Wir haben ein gemeinsames Ziel, nämlich Therapien zu verbessern und sie sicherer und effizienter zu gestalten. Wenn wir gemeinsam daran arbeiten, unsere Erkenntnisse für den Klinikalltag umzusetzen, können wir sie bestmöglich für die Gesundheit des Patienten nutzbar machen.“

In Graz hat sich über viele Jahre ein Kompetenzcluster etabliert, innerhalb dessen verschiedene universitäre und wirtschaftliche Einrichtungen im Bereich der Sensortechnologien forschen. „Mit der systematischen klinischen Evaluierung wird B. Braun die neuen sensorgesteuerten Expertensysteme von Beginn an sicher etablieren“, sagte Dr. Martin Ellmerer, Leiter des Entwicklungsbüros von B. Braun in Graz. Hierfür sei Graz durch die enge Verknüpfung von Wissenschaft und Klinik in herausragender Weise geeignet. „B. Braun setzt daher genau hier auf ein langfristiges Engagement und wird bereits in diesem Sommer Gespräche mit der TU Graz über die Entwicklung weiterer Sensoren aufnehmen“, so Dr. Ellmerer. Das Entwicklungsbüro beschäftigt derzeit zwölf Mitarbeiter. „Dass sich B. Braun bei der Errichtung für den Standort Steiermark entschieden hat, zeigt einmal mehr, dass die Steiermark ein international beachteter Innovationsstandort ist. Die Humantechnologie hat sich in den letzten Jahren zu einem besonders wichtigen Stärkefeld in der Steiermark entwickelt“, freut sich Wirtschafts- und Innovationslandesrat Dr. Christian Buchmann.

B. Braun Melsungen AG




AXIS Flight Training Systems

Die AXIS Flight Training Systems GmbH hat seit der Gründung einen Full Flight Simulator (FFS) für die Fokker 100 entwickelt, welcher im Juli 2008 die höchst mögliche Zulassung erhalten hat und seither für die Pilotenausbildung und das laufende Pilotentraining verwendet wird. In der Zwischenzeit ist das Unternehmen dabei, international Fuß zu fassen und sich zu einem innovativen und anerkannten Flugsimulatorhersteller zu entwickeln. In den nächsten Jahren ist vorgesehen, den Mitarbeiterstand von derzeit 12 auf ca. 40 zu erhöhen, wodurch die bestehende Betriebsstätte zu klein wird. Mit 1. Juli 2010 werden daher neue Räumlichkeiten im Tec Center Lebring bezogen, welche die erforderlichen Voraussetzungen für das geplante Wachstum erfüllen. Das Unternehmen wurde von der SFG erfolgreich bei der Standortsuche betreut und wird gemeinsam mit anderen steirischen Unternehmen am Stand des ACstyria auf der ILA (Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung) in Berlin vertreten sein.

AXIS Flight Training Systems




Sandvik Surface Mining

Die Verlagerung des Headquarters „Sandvik Surface Mining“, eines der 3 Kundensegmente von Sandvik Mining and Construction, zum neuen Standort Graz wurde Mitte des Jahres 2009 erfolgreich durchgeführt. Die in diesem Zusammenhang vorangegangene Zusammenführung der beiden früheren Segmente „Exploration“ und „Surface Mining“ zu einem Segment diente als eine wichtige Maßnahme, um das Unternehmen an die veränderten Marktbedingungen beziehungeweise neue Geschäftssituation anzupassen und um sich für entsprechende zukünftige Entwicklungen entscheidend zu positionieren.

Das neue Headquarter in Graz, mit seiner hervorragenden Infrastruktur und ausgezeichneten Lage als Ausgangspunkt für weltweite Geschäftsreisen, dient nun seit knapp einem halben Jahr als Arbeitsplatz des internationalen Top-Managements von Sandvik Surface Mining.

Sandvik Mining and Construction




Elcotech GmbH

Das deutsche Unternehmen Elcotech (ca. 60 MitarbeiterInnen, Jahresumsatz rund 11 Mio. EUR) beschäftigt sich mit der elektrotechnischen Industriemontage und Installation von sicherheitstechnischen Anlagen. Mit einer Österreichischen GmbH wollte Elcotech ihren hier ansässigen Kunden (Voest Alpine, Ebner Ofenbau, RHI etc.) näher sein. Außerdem könnte man mit dem österreichischem Personal schneller und flexibler reagieren: durch die 24-Stunden-Rufbereitschaft war es für das Unternehmen wichtig, einen kurzen Weg zum Kunden zu haben; nur so lässt sich die intensive Betreuung der Kundenanlagen insbesondere im Störungsfall umsetzen. Hierzu brauchte die „Elcotech Austria“ einen Standort, der es ermöglichte, eine Basis für die industrielle Dienstleistung aufzubauen.

Nach intensiver Suche wurde mit Unterstützung der SFG und der Stadt Liezen ein passendes Grundstück in Liezen gefunden. Eine sehr erfolgreiche und vor allem rasche Ansiedelung war die Folge: Nach ersten Kontakten mit der SFG und einer Standortbesichtigung im März 2008 ging das Projekt in die Umsetzung. Bereits im Juni 2008 fand der erste Spatenstich im Rahmen eines großen Festes mit LR Dr. Christian Buchmann, UnternehmerInnen der Region Liezen und dem gesamten Elcotech-Team statt. Die SFG unterstützte die Firma Elcotech bei allen Ansiedelungsschritten, rund um das Thema Förderungen und bei der Kontaktvermittlung zu Partnern.

Was hat sich inzwischen getan?

Im Januar 2009 stand die Halle, im August 2009 das komplette Objekt mit einem zwei-geschossigen Bürogebäude und einer Gesamtfläche von gut 1400 qm. Im Herbst 2009 konnte die Firma Elcotech ihre Mitarbeiter vom Containerdorf, von wo aus bis dahin die Geschäfte geführt wurden, in das bezugsfertige Bürogebäude umsiedeln. Aus dem ursprünglich nur „zweckmäßig“ geplanten Bürogebäude wurde ein Vorführobjekt aller Leistungen, welche die Elcotech GmbH auf dem Installationsbereich zu bieten hat. Hier wurde insbesondere Wert auf den Dienstleistungsbereich E-Installationen, Gebäudeleittechnik, Beleuchtung, sicherheitstechnische Anlagen und Zutrittskontrolle gelegt. Besprechungen mit Kunden werden dadurch öfter in die Steiermark verlegt, um am fertigen Objekt Nutzungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Auch bildet Liezen den idealen Ausgangspunkt für Projekte der Schwerindustrie wie z.B. bei der Voest Alpine.

Was sind die weiteren Ziele von Elcotech?

Elcotech Austria setzt auf Zuwachs. Mit einem Invest von gut 1,5 Mio EUR hat die Elcotech Austria gezeigt, dass der österreichische Markt ein lebhafter und interessanter ist. Geplant ist, die Belegschaft bis Ende 2010 auf 20 MitarbeiterInnen auszubauen und in Zukunft eventuell weitere Niederlassungen in den neuen EU Ländern zu gründen. Die erste Mio. EUR hat die Elcotech Austria GmbH bereits 2009 umsetzen können: Das Unternehmen hat gezeigt, dass es auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten mit einer gut aufgestellten Firma und mit einer qualitativ hochwertigen Montageleistung durch qualifizierte MitarbeiterInnen möglich ist, einen Standort nicht nur zu halten sondern auch zu expandieren.

Elcotech GmbH

 

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